Tag 19 โ€“ Level Up ๐Ÿ”

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Da der Montag fรผr die Rรผckreise vom ยซYosemite Parkยป drauf ging, begann mein Unterricht diese Woche erst heute. Zu meinem Erstaunen wurde ich eine Stufe hochgestuft. Statt B.1 habe ich nun B.2, soll mir recht sein. Der Lehrer ist der รคltere Herr namens Richard. Ihn hatte ich bereits einmal in einer Stunde zu Beginn. Er scheint nun mein Hauptlehrer zu sein. Das ,,level-up“ machte sich direkt bemerkbar, denn nun kommt die Grammatik mit diversen Aufgaben viel mehr zum Zug und ich merke, dass es mir hier nicht mehr so locker von der Hand geht.

Doch kehren wir zurรผck zum Morgen: Die Schule begann erst um 1:35 p.m. genรผgend Zeit also, um am Morgen ins Gym zu gehen, was ich auch so nach 9:0. am. tat. Um 11:00 a.m. war ich dann wieder im ยซHubยป, duschte dann und packte meine Sachen. Nach dem Workout war es wichtig, etwas Ordentliches zu essen. Ich entschied mich fรผr den Mexikaner im ยซFishermanโ€™s Wharfยป, da im Burrito mit Reis und Bohnen gute Nรคhrstoffen zu finden sind. Ich setzte mich damit dann an den Strand, um die ยซRuhe vor dem Sturmยป zu geniessen. Nein, so schlimm wird es natรผrlich nicht. Nach wenigen Minuten bekam ich dann auch schon Gesellschaft, die so langsam um mich schlich und mein Tun neugierig beobachtete.

San Francisco Mรถwe
Dieser kleine Kerl scheute sich nicht

Um 1:35 p.m. war ich dann im Schulzimmer. Es gab wieder einige neue Mitschรผler und viele aus der alten Klasse sind nun ebenfalls in B.2. So auch Leandro, der nun neben mir sitzt. Mit gut 19 Schรผlerinnen und Schรผler fรคllt die Klasse meiner Meinung nach wieder zu gross aus. Der Unterschied zum Schulunterricht frรผher ist aber, dass hier 19 lernwillige Leute sitzen, die alle etwas lernen wollen, nicht zuletzt weil sie dafรผr Geld bezahlt haben, daher kann man die Klassengrรถssen nicht gut vergleichen, dennoch gilt: Desto weniger Schรผler, desto mehr zeit hat der Lehrer fรผr jeden Einzelnen. Als erstes wurden die vier รœbungsblรคtter von gestern angeschaut und ein Blatt mit auserwรคhlten Wรถrtern.

Bei den anderen Blรคttern handelt es sich und Multiple-Choice Aufgaben. Man musste von drei Optionen die Richtige wรคhlen und hier merkte ich, dass mir einiges an Wissen fehlt und das einfache Sprachgefรผhl hier nicht (mehr) ausreicht. Anschliessend gab es wieder eine Team-Diskussionsrunde. Es standen Themen an wie:

  • Warum hast du San Francisco gewรคhlt?
  • Wem wรผrdest du gerne mal die Hand schรผtteln?
  • Wen wรผrdest du am liebsten eine reinhauen?

Nach dieser Diskussionsrunde ging es um den ยซListeningยป-Teil (Zuhรถren). Richard sagte, dass Filme schauen eine gute รœbung ist oder Youtube-Videos mit entsprechendem Untertitel (Youtube kann selber Untertitel generieren, welche nicht 100% korrekt sind, aber im grossen und ganzen ihre Arbeit machen). Wo wir schon bei gรผnstigen Filmen sind, hier ein kleiner Tipp: Kleine Firmen kaufen immer wieder Lizenzen fรผr Filme (sind natรผrlich keine Blockbuster) und laden die dann auf Plattformen wie Youtube hoch, in der Hoffnung mit dem Geld durch Werbeeinnahmen Geld zu verdienen. Passt aber auf, wenn die Lizenz fรผr den Film nicht ordnungsgemรคss gekauft wurde, macht ihr euch genauso stafbar, wie wenn ihr auf den ,,bekannten“ Internetseiten Filme schaut, die vor drei Tagen im Kino erschienen sind, achtet also mรถglichst auf welchen Kanรคlen ihr die Filme schaut, ich kann Netzkino empfehlen. Nach dem Diskutieren folgte eine kleine รœbung: Er las uns eine Kurzgeschichte vor und wir mussten anscheinend aus dem Gedรคchtnis einfache Fragen beantworten. Zwar verstand ich alles, aber da wir keine Notizen machen durften, waren es mir einfach zu viele Zahlen, Namen und Orte die er abfragen konnte. Am Schluss bekamen wir ein Blatt mit diversen Indianerstรคmmen. Nun galt es, einen Stamm zu wรคhlen und mit dem Computer Recherchen anzustellen und einen kleinen Bericht zu verfassen, welcher am Ende der Woche in der Gruppe vorgestellt wird. Ich habe die Apachen gewรคhlt. Sie waren mir am vertrautesten, vermutlich da ich glaubte, sie aus dem Film ยซDer Schuh des Manituยป zu kennen. Ich erfuhr, dass sie ein mutiges und sehr fortgeschrittenes Volk waren. Sie scheuten den Kampf nicht und verteidigten ihr Land gegen den ยซWeissen Mannยป. Ihr Gebiet war der Sรผdwesten Amerikas. Die letzten Apachen wurden um 1880 besiegt bzw. fest genommen.

San Francisco Kalifornien Pier
Spontaner Schnappschuss von einem der Pier aus in Richtung San Francisco.

Um gut 5:25 p.m. brachen Leandro und ich uns nach der Schule noch zur Market Street auf. Wir wollten uns noch etwas die Fรผsse vertreten. Zudem plagte wieder der Hunger. Wir erkundeten einige neue Seitenstrassen, sahen aber nicht viel Spannendes, ausser haufenweise Banken und Hotels. Doch, eine Sache war da noch: Wir fanden das Gebรคude ยซMetreonยป, in welchem einzelne Geschรคfte eingemietet waren inkl. einem grossen Kino. Jeden Dienstag soll dort der Eintritt lediglich 5$ kosten, was eine gute „Listening“-รœbung ist. Wir werden davon noch profitieren, da bin ich mir sicher. Beeindruckt waren wir auch von einem Laden, welcher gut 50 SMART-Gerรคte ausstellte. Also Gerรคte, welche sich mithilfe eines Netzwerkes Zuhause einbinden lassen, die heutigen Mรถglichkeiten sind echt Beeindruckend! Entsprechende Fotos findest du unten. Teilweise ist es aber auch echt albern, man kann schliesslich auch vor dem Einkaufen schauen was noch im Kรผhlschrank ist, dann muss man nicht im Laden per Live-Kamera nachschauen, ob noch Milch da ist.
Grundsรคtzlich ist das aber echt interessant, ich persรถnlich verfolge mit Spannung, was es aus technologischer Sicht alles Neues gibt. Aber nun weiter im Text:

Es dรผrfte wohl so gegen 9:00 p.m. gewesen sein, als wir im Campus waren und Leandro sich via ยซUberยป ein Taxi kommen liess (Dein Gutscheincode fรผr deine erste Uber-Fahrt:ย xry5x9rxue), dass ihn zu sich nach Hause brachte (Er lebt nicht im „The Hub“, sondern in einer Gastfamilie). Ich ging anschliessend auf mein Zimmer und wiederholte den Schulstoff von heute, wรคhrend ich Notizen zu den grammatikalischen Regeln und Grundsรคtze aufschrieb, hauptsรคchlich Zeitformen. Um gut 11:00 p.m. ging ich dann erschรถpft zu Bett.

(Bildergalerie)

 

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