Tag 23 – Eine Fahrt mit der Cable Car 🚃

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Diese Nacht holte ich meinen benötigten Schlaf nach. Es dürften etwa neun Stunden gewesen sein und das machte sich auch an meinem Energielevel bemerkbar. Ich fühlte mich prächtig und voller Energie. Runter ging es zur Lobby im Hub. Dort holte mir eine Schüssel (engl. «Bowl»), um mein Frühstück, meine «Quaker» zuzubereiten. Das ist so eine Art Harferflocken. Ich habe mir diese die vergangenen Tage besorgt und bin nun gespannt, ob sich dies als mein Frühstück hier in Amerika etablieren wird.

Zur gleichen Zeit holte ein neuer Schüler ebenfalls sein Geschirr fürs Frühstück ab. Wir gingen zur Küche, in der oberstersten Etage und unterhielten uns. Er fragte mich woher ich komme und ich antwortete, dass ich aus der Schweiz käme. Er wollte wissen wo genau aus der Schweiz? Ich finde diese Frage wiederum immer etwas komisch, da mein Wohnort echt niemandem bekannt sein dürfte, das Dorf ist zu irrelevant. Ich antworte dann meist: In einem Dorf etwa 20 Minuten von Luzern entfernt. Den meisten dürfte das mehr sagen oder eine Vorstellung geben. Meine Gegenfrage offenbarte mir aber, warum er dies fragte. Denn er war aus Lausanne, dem französischsprechenden Part der Schweiz.

Er kochte seine Spiegeleier und ich ass meine Harferflocken. Immerhin brauchte ich Carbs für die heute Gymsession. Dies sagte ich ihm auch zugleich, als er mich nach meinem heutigen Vorhaben fragte. Wie es der Zufall will, wollte auch er heute ins genanichtu selbe Gym. Also verabredeten wir uns gegen 1:30 p.m. in der Lobby und nahmen dann den ca. 10 Minuten Fussweg auf uns.

Eine Fahrt mit der Cable-Car

Im Gym trennten wir uns, weil jeder seine eigenen Pläne und Ziele für den heutigen Tag gesetzt hatten. Das ist mir recht, denn ich trainiere alleine am liebsten. Kopfhörer auf den Kopf und dann Fokus. Es gibt dann nur mich und die Gewichte. Eine Stunde später war ich fertig. Ich fand den Kollegen nicht mehr im Gym. Vermutlich ging er bereits zurück in den Hub. Kein Problem, denn immerhin tauschten wir im Vorfeld die Nummern und stehen somit im Kontakt. Im Hub angekommen, schrieb mir bereits Leandro. Da er nur noch gut sechs Tage hier ist, planten wir noch möglichst viel zu unternehmen. Ich duschte und machte mich auf den Weg zum «Fisherman’s Wharf», wo wir uns im benachbarten Starbucks verabredet haben. Auf dem Weg zur Starbucks sah ich bereits die ersten Leute, die bereits in der «Pride» Stimmung waren, morgen soll es ja richtig abgehen.

Pride Parade Fahne San Francisco
Es gibt kein Vorbeikommen in San Francisco. Die Flaggen sind zur Zeit überall

Wir wollten uns für diesen Tag kleine Go-Cards mieten und die «Golden Gate Bridge» überqueren. Doch sie sind zu langsam, um somit nicht für die Brücke zugelassen. Ausserdem hatten sie an diesem Tag zu wenig Go-Cards, um unsere geplante Tour fahren zu können (es würde zu lange dauern). Wir schwankten nun zwischen dem typischen Toursitencity-Bus, oder der Cable-Car, ebenfalls ein typischen Stadtbild von San Francisco. Wir entschieden uns dann relativ schnell für die Cable-Car.

Der «Bahnhof» wenn man so will, war gleich gegenüber der EF-Schule am «Fisherman’s Wharf» und mit der Clipper-Card, welche ich mir schon das erste Wochenende kaufte, brauchte man kein zusätzliches Ticket. Ansonsten kostet eine einfache Fahrt 7$. Die Cable-Car hält an mehreren Stationen, an welcher man ab-, oder aufsteigen kann. Mit einer Stunde Wartezeit mussten wir an diesem Tag jedoch Geduld haben. Gelohnt hat es sich aber, denn die Cable-Car ist ein absoluten «Must-Have» bei San Francisco besuch. Unser Ziel war der «Union Square», gleich neben der «Market Street». Du erinnerst dich, sie ist ähnlich wie die «Bahnhofstrasse» in Zürich.

Samsungs Neuheiten

Zu der Zeit war dort ein Samsung Stand mit diversen Neuheiten. Beeindruckend, wie Samsung mit Android in gewissen Funktionen dem Konkurrenten Apple meilenweit voraus ist. Trotzdem bin ich mit Apple absolut zufrieden und bleibe dabei. Ich spreche von Funktionen wie:

• Direkte Live-Übersetzung eines Textes, den man mit der Kamera ansieht.
• Die Kamera erkennt Nahrungsmittel, beispielsweise Dounats und und zeigt direkt den  Nährwert an. (Dank Bixby, hier das Video)

• Bixby erkennt auch,um welchen Schuh es sich handelt und wo man diese kaufen kann.

Samsung Union Square San Francisco Galaxy S9
Samsung auf dem „Union Square“
Diese Funktionen sind mega und bieten enormes Potential. Es war inzwischen gut 7:00 p.m. Wir machten uns auf zu einem «Walgreens» um uns etwas Essen und Trinken zu kaufen. Leandro nutzte die Chance, um für seiner Frau Zuhause in Brasilien noch das eine oder andere Schminkzeug zu kaufen. Stolz zeigte er es ihr anschliessen via Videochat.

Gleichzeitig erlebte ich auf der Strasse in der Market-Street folgendes:

• Irgend so ein komischer Typ, der offensichtlich nicht mehr alle beisammen hatte quatschte mich in einem solchen Dialekt an, dass ich nichts verstand. Ich ignorierte ihn einfach.
• Ein typisch getunter «Amischlitten» in orange, der mit der Vorderachse auf und ab wippte
• Die Frau, welche eilig aus dem Laden lief und ein Verkäufer der ihr nacheilte und rief «Hey stehen geblieben, komm zurück» (vielleicht ein Diebstahl?)

• Dein Freund und Helfer die Polizei, kam einige Minuten später, da scheinbar eine Frau im Laden war, die unten rum komplett nackt war und nur einen kurzen Rock anhatte (laut Leandro)

Verrückter Opa

Wir gingen weiter, bis wir laute Musik durch die Strassen hörten. Vermutlich hat wieder irgend ein Passant schon wieder einen Ghettoblaster im Gepäck. In diesem Fall war es sogar noch besser. Es war ein älterer Herr, welcher auf einem kleinen, langsamen .. ich will ja nicht sagen Auto oder Rollstuhl.. diese Dinger auf denen übergewichtige Amerikaner durch die Strassen und Supermärkte rollen und auf diesem Gerät hatte er einen riesigen Ghettoblaster und wippte mit Kopf und den Füssen zu den Beats. Dass die Leute um ihn herum schauten, schmunzelten und filmten interessierte ihn merklich wenig. Auch die zwei Officer, an denen er vorbeifuhr, waren ihm sichtlich egal. In der verklemmten und spiessigen Schweiz, wäre das fast schon undenkbar. Für mich war dieser Kerl ein absolutes Highlight. Solche Leute, denen es egal ist was andere Menschen über sie denken, wünschte ich mir besonders in der Schweiz viel öfters.
Wir gingen weiter und landeten in einem «AT&T» Laden. Das ist mit einem Swisscom Shop zu vergleichen. Nur ist dieser viel grösser und mehr auf Entertainment aufgebaut. Er war auf zwei Stockwerke verteilt und auf der oberen Etage war ebenfalls das vernetzte Zuhause der Zukunft ein grosses Thema (SMART-Home). Entsprechende Bilder sind unten verlinkt.

Der Tag neigte sich dem Ende entgegen. Leandro kam mit mir zum Hub, wo er sich dann schliesslich wieder ein «Uber»-Taxi kommen lies.

Tipp: Dein Uber-Gutscheincode für deine erste Fahrt: xry5x9rxue.

Als er weg war, ging ich in mein Zimmer. Einige Zeit später wurde ich via Whats-App gefragt, ob ich Lust auf Thailändisch habe. Ich stimmte zu und so ging ich mit einer bunt gemischte Truppe noch wenige Blocks weiter in ein gemütliches Thai-Restaurant. Der Tipp kam über die App «Yelp». Es schmeckte und die Preis-Leistung stimmte. Nach dem Essen schlenderten wir zurück zum Hub und jeder verschwand zur späten Stunde wieder in seinem Zimmer.

Bilder:

 

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