Tag 25 – Mit den allerbesten Aussichten! 🏎️

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Eine neue Woche brach an diesem Montag an, als ich um 6:00 a.m. aufgestand. Die Sanduhr läuft. Für mich, aber auch für Leandro, mit dem ich diese Woche noch einmal einige Dinge unternehmen will. Ich ass meine «Quaker» und ging um ca. 8:00 a.m. zur Busstation. Der Unterreicht begann heute wieder um 8:45 a.m. bei Richard. Gleich zu Beginn teilte er uns wieder in Dreier-, resp. Vierergruppen ein und liess uns untereinander unser Wochenende besprechen. Leandro und ich waren in derselben Gruppe, was es für die anderen etwas langweilig machte, da sich unsere Erzählungen überschnitten – was will man machen 😉! Nach dieser kleinen Gesprächsrunde verteilte Richard die Vokabeltests vom letzten Freitag. Er ergänzte noch, dass wir die Sätze bzw. Fragen genauer lesen sollten. Denn manchmal will er sowohl die Bedeutung, als auch einen Beispielsatz haben. Ich selber war davon nicht betroffen, da ich dies befolgte.
Er verteilte ein Blatt mit neuen Wörter, welche wir diese Woche lernen sollten. Am Freitag sollte dann wieder ein Test erfolgen. Ich erkenne ein Muster, welchem ich die nächsten Wochen wohl zu folgen habe. Zur Erinnerung: Letzten Montag war ich noch auf dem Nachhauseweg vom Yosemite-Park. Die anderen Klassenkameraden hatten dieses Blatt schon in ihrem Besitz. Die Wörter dieser Woche lauten:
Und wieder kam das, was ich so amüsant und zugleich erstaunlich finde. Erkläre (neue) englische Wörter mit bereits im Sprachschatz vorhandenen Englischwörter. Das tat Richard natürlich wieder mit vielen Beispielen. So macht das ganze Spass und man lernt weitaus mehr Englisch als die einfache Übersetzung dieses Wortes. Er zog inzwischen auch die Blätter ein, auf welchen wir unser Wochenende geschrieben haben – ob er meine Schrift lesen kann?

 

San Francisco Graffiti Can Vas Market Street
San Francisco zeigt sich immer wieder gerne bunt
Bonnie und Clyde
Die nächste Übung erfolgte, auch die kannten wir bereits von letzter Woche. Die Hälfte der Klasse ging aus dem Zimmer, während die anderen Hälfte einen Film schauten. Wieder hatte ich einen asiatischen Kollegen, welcher mir dann die Szene erklären musste. Das ging zu einem gewissen Grad wieder gut, aber dann haperte es wieder an einem Punkt. Entweder war es sein Vokabular, welches irgendwo an die Grenzen stiess oder ich seinen Akzent nur mit grösster Mühe verstand. Er beschrieb die Szene in etwa so, dass ein älteres Auto vor eine Bank fuhr. Das Auto war vielleicht 100 Jahre alt bzw. aus dem letzten Jahrhundert. Es gab drei Personen: Eine Frau, einen Mann und einen Fahrer. Die Frau und der Mann gehen in die Bank und rauben sie aus. Wieso beschleicht mich der Verdacht, dass es sich hier um Bonnie und Clyde handelt? Bis zu diesem Zeitpunkt ging es noch irgendwie gut. Aber dann sprach er plötzlich von weiteren Autos und Personen aber so, dass ich das trotz grösster Mühe nicht wirklich in meiner Vorstellung rekonstruieren konnte. Plötzlich waren es mehr Menschen und mehr Autos, aber so wie ich es wiedergab dann auch wieder nicht und jemand schoss dann mit einer Waffe.
Jeder erzählte dann nach einigen Minuten Richard wieder, was wir an Infos erhalten haben. So schlecht war meine Erzählung am Ende nicht, denn sie stimmte im Kern mit den Aussagen der Anderen überein. Dann sah ich den Clip und es war tatsächlich Bonnie und Clyde. Vermutlich sind Bonnie und Clyde in Asien nicht wirklich so «bekannt» wie bei uns, denn er nannte die Namen der zwei kein einziges Mal und warum nannte auch dieser Kollege nichts von einem Headshot? Dann wüsste ich ob nur geschossen, aber nicht getroffen wurde oder ob es wirklich Tote gab. Nun verstand ich auch, was er mit den weiteren Autos meinte, die er plötzlich noch nannte und den «mehreren Menschen».

I Love You

Okey, es wechselte dann und ich bekam einen Clip von Moonrise Kingdom mit der I Love You Szene. In den ersten Minuten wurde nur gesprochen. Ich dachte mir, wenn da jetzt nur gesprochen wird, kann ich kaum Infos an meinen Kollegen geben, denn das gesprochene ist viel zu schnell. Zum Glück gab es noch eine zweite Szene, in welcher ich mehr Handlungen entnehmen konnte. Den Clip kannst du dir hier ansehen. Die Partner wechselten und ich bekam einen weiteren asiatischen Kollegen, der mich aber prächtig verstand und mein Inhalt bei Richard gut repräsentieren konnte.
Golden Gate Bridge San Francisco Fahrrad Route
Von der Schule aus kann man die „Golden Gate Bridge“ sehen
Amerikanische Geschichte
Das nächste Aufgabenblatt folgte, welches wieder Grammatik beinhaltete. Er gab dann einen Ausblick auf die kommende Woche/n. Wir werden morgen in der «E-Spin» Klasse mit einem neuen Thema anfangen. «E-Spin», da hat man Zugang zu den Rechnern in der Schule. Das ist so mühsam für uns Schweizer, denn die Tastatur ist neben QWERTY, auch noch in deren Umlauten und Satzzeichen total anders. Da vertippe ich mich ständig, ärgerlich. Letzte Woche unterhielten wir uns ja über Indianerstämme. Diese Woche können wir selber etwas aus der amerikanischen Geschichte wählen und ich hatte zugleich auch eine Idee, welche ich verfolgen werden. Einfach weil es mein erster Gedanke war und da die Motivation wohl am «grössten» sein dürfte. Entweder Rassendiskriminierung oder etwas zum «KKK». Zudem wird dieser «Vortrag» nicht mehr in der kleinen Gruppe gehalten sondern vor der gesamten Klasse. Kein Problem, beim Englischsprechen habe ich keine Hemmungen vor der Klasse.

Eine wilde Go-Cart Fahrt

Der Unterricht bei Richard war aus und es folge noch eine «Pronunciation & Vocabulary Skills» Lektion bei Lara. Es ging wieder um Jeans und Kleider, also dem Thema vom letzten Mal. Anschliessend teilte sie uns in Zweiergruppen und wir bekamen ähnlich wie bei einem «Speed-Date» ein Thema und wechselten nach ca. 3 Minuten den «Partner». Der Unterricht ging auch schnell vorbei und so war meine Schule kurz nach 1:05 p.m. für heute zu Ende. Leandro und ich machten uns wieder zu unserem Lieblingsimbiss, dem Mexikaner am «Fisherman’s Wharf», wir mögen den beide. Der Burrito schmeckt und hat gute Nährstoffen drin. Zudem fällt dieser noch günstig aus. Man zahlt für Trinken und den Burrito, um die 15$. Im Anschluss ist man wirklich satt! Danach gingen wir wieder zu dem Go-Cart Vermieter. Wir wollten dieses geplante Vorhaben nun in die Tat umsetzen. Wir füllten die entsprechenden Verträge aus. Dann schauten wir das obligatorische Sicherheitsvideo und es konnte losgehen. Die Autos sind nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Man wird gut beraten und durch die Instruktionen geführt. Witzig war, dass gefühlt das halbe Team dort Leute aus Westeuropa waren, welche hier wohl Saisonal arbeiten. Dazu kam, dass die auch in meinem Alter waren.

Die Twin Peaks, ein heisser Tipp

Man hat im Go-Cart ein Smartphone, welches zu einem GPS-Navi mit vordefinierter Route umfunktioniert ist. So kann der Beifahrer gut sagen wo es hin soll und welche Richtung. Denn nicht bei allen steilen Strassen San Franciscos schafft es dieses kleine Gefährt hoch. Die Routen fallen riesig aus und man sieht einiges. Man hat überall die Möglichkeit, sein Go-Cart abzustellen und Fotos zu knipsen. Entsprechende Punkte sind im GPS eingetragen. Wir hatten ein klares Ziel. Wenn es schon nicht die Golden Gate Brücke sein durfte, dann den höchsten und besten Aussichtspunkt über San Francisco, die Twin Peaks. Von diesem Aussichtspunkt schwärmt das ganze Go-Cart Team. Nach gut 45 Minuten waren wir dort und es war wirklich ein absolutes Highlight, welches ich an dieser Stelle allen empfehlen kann. Entsprechende Bilder habe ich unten in der Bildergalerie. Die Kartenroute findest du hier.
Twin Peaks San Francisco Kalifornien
Die Aussicht war ein Traum!
Painted Ladies
Wer den Ausflug hierhin macht, sollte jedoch eine warme Jacke mitnehmen, denn es windet auf dieser Höhe mehr, als es sonst schon in San Francisco tut. Wir verweilten gut 20 Minuten hier und genossen den Moment mit dieser Aussicht. Es ist ein würdiger letzter Montag mit Leandro. Wir fuhren zurück, dieses Mal über einen anderen Weg. Wir fuhren an einem weiteren «Klischee» San Franciscos vorbei, den «Painted Ladies». Die Bilder sehen aus wie aus einem Katalog. Auch hier parkten und verweilten wir einige Minuten, bevor wir zurück zum Fishermans Wharf fuhren und den Go-Cart zurück gaben. Diese knapp zwei Stunden fahren kosteten uns beide mit Versicherung zusammen etwa 150$. Wir begaben uns anschliessend noch in den Starbucks, gleich neben der Schule und liessen die Fahrt revue passieren. Nun gingen wir beide Richtung Heimweg, wir konnten den selben Bus nehmen. Ich musste jedoch einige Stationen früher aussteigen. Ich machte einen kleinen Umweg über die «Market-Street», ehe ich zum Hub lief. Es war inzwischen recht spät, gut 9:00 p.m. Im Hub machte ich meine Hausaufgaben, verbrachte eine gute Stunde noch am Laptop und schlief ein.

Bilder:

 

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