Tag 36 – Ed Hardy, Hippis und viel laufen 🐯

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An diesem Morgen stand ich wieder nach 6:00 a.m. auf, ebenso auch mein Mitbewohner, Adam. Er geht heute nach «Los Angeles», jedoch im Rahmen einer EF-Aktivität. Ich verbrachte wieder einige Minuten am Laptop, ehe ich mich dann anzog und auf den Weg zur Schule machte.

Der freundliche Shop an der Ecke

Ich ging in den Shop von nebenan einen Proteinshake kaufen und fragte den Verkäufer, ob er mir was zum Frühstück empfehlen kann. Er meinte, dass wenn ich 5 Minuten Zeit habe er mir ein Sandwich zubereitet. Sein Name war Sultan und ich mag seine herzensoffene Art. Da ich immer mehr als genug Zeit für meinen Spaziergang einplane hatte ich natürlich die Zeit. Per Zufall kam dann auch Marc in den Laden und wir beschlossen zusammen zur Schule zu gehen. Heute war sein letzter Schultag, ehe es für ihn nach Hause geht. Das Sandwich war lecker und ich hatte was ordentliches im Magen. Die letzten Tagen habe ich gefühlt mit allen drei Verkäufer in dem Laden etwas mehr gesprochen bzw. wurde angesprochen. Sie schätzen es sehr, wenn wir vom Hub bei ihnen einkaufen und sagten auch, wir sollen keine Scheu haben, mit ihnen englisch zu sprechen. Immerhin sei es eine super Übung für uns. Natürlich folgen auch die gewohnte Frage woher man käme.

Marienkäfer Graffiti auf der Strasse
Die Malereien die man überall findet gefallen mir sehr.

Marc und ich gingen einen etwas anderen Weg, als ich ihn kenne. Ein Weg, der nicht ganz so hügelig ist, wir kamen pünktlich in der Schule an, wo ich mich dann an meinen gewohnten Platz im Klassenzimmer setzte. Richard kam und fragte uns dann zu Beginn wieder, was wir am Wochenenden so machen. «Danke für die Frage» erwiderte ich und führte hinzu: «Ich werde ebenfalls (wie einige andere meiner Mitschüler) nach «Silicon Valley» fahren.» (EF-Aktivität) – Ein «Oh that’s really nice» kam, gefolgt von 1 – 2 weiteren Fragen und Bemerkungen. Dann kam der Test der Wörter, welche wir diese Woche lernen sollten (Tag 32). Das verlief ebenfalls gefühlt ganz gut. Dann gab es ein weiteres Übungsblatt über «in, for, from» welches wir durcharbeiteten und anschliessend besprachen. Es ist immer so witzig wenn Richard meint: «Das Lieblingsblatt aller Schüler» und dann diese trockenen Theorieblätter verteilt. Der Humor lockert es ungemein auf und ich muss jedes Mal lachen.

Lisa and Bob

Ebenso gab es wieder vereinzelt die Kurzgeschichten, in denen man gut zuhören musste, um die anschliessenden Fragen zu beantworten. Auch da kommt gerne mal von ihm ein: «Ohh, die Geschichte ist sehr gut, Schüler mögen diese ganz besonders» und dann kommt eine echt schwere wie zum Beispiel:

«Lisa geht am Freitagabend zu Bob, der in den Pane Street wohnt. Er hat heute Geburtstag und wird 25 Jahr alt. Lisa fährt mit der Bahn und steigt zwei Blocks vorher aus um noch Soda und Kekse zu kaufen und bezahlt dafür 5$. Anschliessend läuft sie den Rest des Weges und trifft noch Amanda, die ebenfalls zur Party geht.»

Es folgen dann typische Fragen wie:

  • Wie heisst der Mädchen?
  • Nenne den Namen des Junge?
  • Welcher Tag ist in der Geschichte?
  • Bob hat heute?
  • Wie heisst die Strasse?
  • Wie alt wird Bob?
  • Nenne das Fortbewegungsmittel von Lisa?
  • Was macht Lisa vor der Party?
  • Welche Produkte kauft sie ein?
  • Wie viel bezahlt sie?
  • Wen trifft sie vor der Party?

Versucht mal das alles zu merken. Die englische Sprache ist nicht das Problem. Eher die Informationsdichte in solch einer Story. Wenn man die Antwort nicht weiss, fragt er den/die Nächste/n und so kriegt man das in der Klasse immer irgendwie zusammen. Im Anschluss wiederholte Richard die Geschichte und die Fragen. Jedoch so, dass nicht die gleiche Person mit der gleichen Frage beginnt. Anschliessend schauten wir wieder ein paar typische Verben an, die man in der englischen Sprache gebraucht. Nicht einfach, da es nicht immer eine eindeutige Übersetzung gibt. Es gab erneut ein Übungsblatt zu «Gerunds & Infinitives: Grammer Rules» welches ebenfalls bearbeitet und dann besprochen wurde.

Ausblick über San Francisco.
Ich bin jeden Tag aufs Neue angetan.

Friday Fun-Video

Am Ende folge dann das «Friday Fun Video». Dieses Mal war es eine Folge aus der Serie «Brooklyn Nine-Nine» und es dürfte folgende Episode gewesen sein. Richard betonte am Ende wieder, dass Serien eine gute Übung sind um Englisch zu lernen. Man könne sie zu Beginn mit Untertitel schauen und wenn man die Handlung (und das gesprochene) halbwegs kennt dann ein zweites Mal. jedoch ohne Untertitel. Ebenso sei es wichtig, viele verschiedene Orte zu besuchen und mit den Menschen zu sprechen. «Thats very very good for your english» sagte er. Dann wünschte er uns ein ganz tolles Wochenende: «Have a good weekend» und sein Unterrichtsblock war zu Ende.

Fakten zu Hawaii

Die letzte Schulstunde begann somit, eine weitere «Listening Skills» Lektion bei Marisol. Dieses Mal ging es um Hawaii. Das war passend, da ich Hawaii als Reiseziel für die nächsten Wochen geplant habe. Es gab wie schon zu San Francisco einige Fakten zu Hawaii und einiges an Videos. So erfuhren wir einiges über die Sonnen-, aber auch Schattenseite, den Surfer -Kult und die Sehenswürdigkeiten. Wer sich ebenfalls für das Thema interessiert, folgende Videos haben wir angeschaut:

🌴 What to do in Hawaii
🌴 Honolulu, Hawaii Travel Guide – Must-See Attractions
🌴 Inside USA – The Other Hawaii – Sept 26 – Part 1
🌴 Americans Try Hawaii Food For The First Time
🌴 Surfing’s Dark Side on the North Shore | The New York Times

Dazwischen gab es immer wieder Diskussionsblöcke mit unserem Sitznachbar. Ich sass übrigens heute nicht vorne sondern eher im Mittelfeld neben meiner Kollegin aus Schweden. Ohne Leandro ist es halt nicht mehr so dasselbe, auch wenn ich nächstes Mal wieder eher vorne sitzen werde, schon nur um den Untertitel besser zu sehen. Alles in allem ging auch dieser Unterrichtsblog durch das interessante Thema schnell zu Ende.

Auf Wiedersehen Marc

Als wir aus dem Saal traten, warteten auch bereits die Schüler die heute den letzten Schultag hatten, so auch Marc z.B. Die bevorstehende Abschiede schmerzt wieder ein wenig, da ich einige der Schüler inzwischen gut kenne und sehr schätze. In der Lobby traf ich einen Kollegen aus der Schweiz, der schon seit zwei Wochen fertig ist und jetzt von seinem Roadtrip zurück ist. Er erkundigte einige Staaten und erzählte von seinen Erlebnissen. Zusammen mit ihm und der Kollegin aus Schweden gingen wir in ein nahegelegenes Fastfood Restaurant und assen Mittag.
Nach dem Mittag verabschiedeten wir uns von ihm, da er schon bald Richtung Flughafen musste. Ich wünschte ihm einen guten Flug und sagte, wir sehen uns dann in der Schweiz wieder.

Haight Street in San Francisco
Die „Haight Street“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Das Ed Hardy Tattoo Studio

Die Kollegin und ich gingen dann zurück zur Schule. Sie möchte sich während der Zeit hier noch ein weiteres Tattoo stechen lassen. Sie hatte zwar schon welche, will sich aber hier in San Francisco eines stechen lassen. Da ich heute nichts grosses mehr geplant hatte bot ich ihr an, sie zu begleiten. In der Schule suchte sie die Adresse eines bekannten Tätowieres heraus und so machten wir uns auf den Weg. Das Tattoo Studio ist gut 20 Minuten zu Fuss von der Schule entfernt. Wenn ich das alles richtig verstanden und interpretiert habe, handelt es sich dabei um ein Ed Hardy Tattoo Studio. Wer also etwas mit Prestige sucht, ist hier genau an der richtigen Stelle. Sie nahm die Visitenkarte an sich und versprach, sich für einen möglichen Termin zu melden, da wir den Stundenplan der kommenden Woche immer erst am Wochenende erhalten.

Haight Street die Zweite

Unsere Wege trennten sich anschliessend. Sie ging zur Gastfamilie und ich lief die 20 Minuten zum Hub. Im Hub angekommen zog ich mich kurz um, da es heute wieder mega heiss war und der Wind sich glücklicherweise wieder etwas rar gemacht hat. Dann ging es wieder auf die Strassen Richtung «Haight Street». Ich war zu Beginn schon einmal da (Tag 9), wollte mir das alles noch einmal genauer anschauen. Vom Hub aus läuft man eine gute Stunde. Passt absolut, denn ich habe Zeit und so habe ich die Gelegenheit meine Podcast Sendungen zu hören (ich kann Podcast echt jedem empfehlen). Ich hielt mich einige Zeit in dem Viertel auf, in welchem damals die Hippiszene ihren Ursprung fand und kaufte dann zum Abschluss wieder einen Proteinshake (ich sag’s ja, die kriegt man hier an jeder Ecke und in diversen Geschmacksrichtungen) und lief zurück.

Die Reiseplanung für August

Es wurde dann doch schon langsam dunkel und ich fing an, den August zu planen. Es ergab sich immer mehr ein schlüssiges Bild. Erst schaute ich nach Übernachtungsmöglichkeiten. Hier stellt sich die Frage: Booking.com oder Airbnb (Du bekommst über den Link einen Gutschein)? Es war naheliegend, dass ich die gewählten Betten am besten jetzt gleich Buche, sodass das Preis-Leistungsverhältnis für mich stimmte. Nun musste ich mich wiederum um die Transportmittel kümmern und so führte Eines zum Anderen. Aktuell sind 2/3 gebucht. Der Rest folgt noch. So habe ich mehr Spielraum für halbwegs spontane Dinge. Es war sehr intensiv und zeitraubend, sollte sich aber lohnen wie sich später herausstellt. Es braucht mega Timing und ich mag das exakte Planen, wie es hier der Fall ist, nicht so sehr. Ich mag es da eher spontane da so ein gewisser Zwangsrahmen entfällt. Jedoch denke ich, dass ich einen guten Mittelweg gefunden habe. Nach dieser intensiven «Arbeit» gönnte ich mir meine wohlverdiente Dusche und ging dann kurze Zeit später zu Bett, da ich morgen bereits wieder früh, für die kommende EF-Aktivität wach sein sollte.

Bilder:

 

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