Tag 44 – Echte Magie

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Ich glaube es war gefühlt 5 oder 6 Uhr morgens, als im Zimmer das Aufstehen begann. O Gott, ich hatte nun gerade mal 2 oder 3 Stunden Schlaf und keine Ahnung, wie das Programm heute aussieht. Ein weitere und anstehende EF-Aktivität brachte einige im Zimmer dazu, sehr früh aufzustehen. Ich bemerkte, dass der Kollege neben mir (er kommt aus Kolumbien) auch noch tief und fest schlief und lies es somit einfach darauf ankommen. Ich hatte «Glück». Die besagten Kollegen brachen auf, weil es für sie «Grand Canyon» hiess. Zugegeben, das hätte ich auch gerne. Lag aber in meiner Verfassung absolut nicht drin. Also schliefen wir weiter bis ca. 9.00 a.m.

Endlose Schlemmerei

Wir standen auf, machten uns «frisch» und suchten eine Möglichkeit zum Frühstücken. Ok zugegeben, es gab mehr als genug Möglichkeiten im Hotel. Ein Kollege schrieb mir bereits per Whats App, dass er in einem «Restaurant» sei, dass «The Buffet» heisst. Flatrate für 25$, nichts wie hin. Es gab wirklich alles bei diesem «The Buffet» und wir liessen es uns schmecken. Eigentlich stand nun eine Pool-Party an, da ich aber meine Badehose nicht hier hatte und 25$ für dieses Frühstück bezahlte, ass ich lieber weiter. Viel eher freute ich es auf die nächste Aktivität, dem «Stratosphere». Ich wusste nicht, was mich dort erwartet. Also trafen ich meinen Kollegen aus Kolumbien pünktlich am Treffpunkt. Wir fuhren mit einer kleinen Gruppe los. Vorbei an diesen typischen Heiratskapellen, an Elvis Presley Doppelgängern und weiteren Highlights – Las Vages ist echt verrückt.

 

Wer denkt im Stratosphere sei nur ein Casino, irrt

Das Hotel Stratosphere

Das «Stratosphere» war im Grunde einfach ein weiteres Hotel in Las Vegas samt integrierten Casino. Also rein optisch sind die einarmigen Banditen ein Highlight. Über verschiedenen Themen wie: Simpsons, über Michael Jackson, zu Big Bang Theorie und diversen weiteren Kultfilmen gibt es alles als Automat zu sehen. Aber sind wir ehrlich, Feeling hin oder her, ich würde da nie Geld reinwerfen. Wenn ich spiele, will ich mit meinem Können eine reale Chance auf einen Gewinn haben und ich denke, in dem Moment wo man den Banditen betätigt hat der Algorithmus der Maschine bereits über den Ausgang des Spiels entschieden. Da sieht es bei Poker und Co. schon anders aus. Hier ist es nicht reines Glück, sondern auch Können und man hat dadurch bessere Chancen auf einen Gewinn.
Fotos sind im Casino nicht erlaubt.

 

Als ich den einen oder anderen leeren Tisch fotografierte wurde ich darauf hingewiesen, das Fotografieren im Casino zu unterlassen. Das fand ich schade. Ich verstehe es, dass man Spieler nicht fotografieren darf, aber ich habe wirklich entsprechend Rücksicht genommen. Vielleicht haben sie einfach nur Angst vor potenziellen Betrügern? Das dämpfte meine Stimmung etwas, da ich nun nie sicher war ob ich jetzt überhaupt Fotos machen darf. Übrigens gingen die anderen der Gruppe in der Zwischenzeit den Sonisphere Turm hoch. Das Hotel hiess so, weil es einen hohen Turm besass, welches fast in die «Sphere» ging. Naja nicht wirklich, aber er war hoch und die 25$ lagen aufgrund meines gestrigen Club Besuchs nicht im Budget. Somit erkundete ich in der Zeit das Casino auf eigene Faust – es war riesig. Es beinhaltete nebst dem Casino auch diverse Souvenirshops.

Wahre Magie

Da erblickte ich einen Laden. Er führte diverse Scherzartikel, so schien es zu Beginn. Hinter der Ladentheke stand ein äusserst charismatischer Typ und der wiederum zeigte… ja, er zeigte einem kleinen Publikum ein paar Zaubertricks. Also nicht wie sie gehen, sondern er führte Tricks vor. Diese wiederum konnte man da als Kit kaufen. Ich betrachtete das Ganze etwas aus der Ferne, als er mich bat näher zu kommen. Die Gäste gingen und ich trat somit näher. Gleichzeitig kamen auch zwei andere Besucher, welche ein grosses Kaufinteresse zeigten. Er begann mit einem Trick. Er zeigte einen Trick nach dem anderen und ich hatte immer mehr ein Grinsen im Gesicht und strahlen in den Augen. Dieser Besuch entpuppte sich als absolutes Highlight für mich. Die Tricks waren Hammer und ich war absolut verzaubert.

 

Der Zauber mit dem Geld

Ich hatte vorhin an einem Geldautomaten 200$ herausgelassen. Der Automat spuckte 2×100$ aus. Der Verkäufer fragte mich nach einer Note für einen Zaubertrick. Direkt gab ich ihm einen der 100er, welcher er zu einem Dollar faltete… oh-oh, ein Fehler? Danach faltete er ihn wieder zu einem 100er. Ich fragte ihn ob ich noch paar 1$ Noten geben darf.
Dann zeigte er noch einen Trick, indem er mit einem Stift durch meinen 100 Dollarschein stach. Er zog den Stift raus und von dem Loch war nichts zu sehen.
  • Er beförderte ein «Quarter» (etwa die grösse eines 1.- Fr/1€ Stk) in eine kleine Cola-Flaschen Öffnung.
  • Er trennte ein Seil, welches nachher wieder ganz war.
  • Ein leeres Kartendeck, welches plötzlich bedruckt war.
  • Karten, die sich aus dem nichts aus seinem Deck bewegten und vieles mehr.
Ich kann es hier gar nicht beschreiben, es waren so viele Tricks. Ich achtete wirklich auf irgendwelche faulen Zaubertricks, keine Chance. Natürlich hatte er stets auch den Gedanken, diese Tools zu verkaufen, was ich ihm nicht verübeln kann. Denn letztendlich war er ein Verkäufer, aber einer der von seinen Produkten überzeugt ist und genau weiss, wie er diese in Szene setzen muss.

 

Tipp: Diese Produkte bieten maximal auf Partys einen Mehrwert und doch machte er einen top Umsatz bei vermutlich grosszügiger Marge. Wenn dich das Thema verkaufen ebenfalls interessiert, empfehle ich dir ein Wochenende bei Dirk Kreuter Vertriebsoffensive zu investieren. Dirk ist Europas Verkaufstrainer Nr. 1 zu investieren. Was ich da erlebt habe, kannst du in meinem anderen Blog unter folgendem Link lesen.

 

Kein kauf für mich

Er erklärte bereitwillig ob der Trick einfach sei oder nicht und packte, wenn man was kaufte, diverse Zusatzdinge dazu. Naja, ein einzelner Trick kostete auch 20-25$ und mein Budget lies solche Spiele nicht zu. Die beiden anderen Zuschauer kauften aber grosszügig. Ich musste dann leider bereits los, da unsere Zeit im Stratosphere sich dem Ende neigte. Ich bedankte mich aufrichtig für die kleine Show und sagte auch, dass ich es sehr genossen habe. Seinem Lächeln entnahm ich, dass er solch ehrliche Worte wohl auch nicht alle Tage hört. In der Lobby des Casinos hatten wir noch einige Minuten.
Wie ich vermutet habe, lassen sich die Kits und Tools für weniger Dollars auch auf Aliexpress beziehen.

 

Der Magieshop aus Las Vegas

Das Downtown von Las Vegas

Zurück im «Luxor» Hotel wurde uns der nächste Treffpunkt verkündet. Also ich kann inzwischen sagen, dass die Angebote alle freiwillig sind. Wenn einem aber schon solche Ausflüge geboten werden, nehme ich gerne daran teil. Also traf ich pünktlich wieder beim Bus ein, nicht wissend was nun folgen würde. Wir fuhren gut 20 Minuten und waren dann an einer Strasse. Diese sollte sich dann anschliessend als das bekannte «Downtown» entpuppen. Dort tobte das Leben und sämtlich Wahrnehmungsreize wurden auf allen erdenklichen Wegen stimuliert. Ein Casino jagte das Andere, Souvenirshops, Essensstände, laute Musik, Live-Bühnen. Es wird einem einfach die gesamte Palette an Entertainment geboten. Wir hatten zwei Stunden Zeit und ich lief die Strasse mehrmals ab. Dabei entdeckte ich immer wieder Neues. Eindrücklich, über diesem gesamten Geschehen waren Seile gespannt, an welchen man sich befestigen und wie Superman über das Geschehen schweben konnte. Das Ganze wurde nur noch dadurch getoppt, als dann aufgrund der Dämmerung überall die Lichter überall angingen.
Es war ein Moment für das Bilderbuch, wahnsinn, unbeschreiblich. Das Downtown ist ein Must-Have wenn man in Las Vegas ist.

 

Der Nachtclub Omnia

Die Zeit war um und wir fuhren zurück zum Hotel. Der nächste und letzte Zeit- bzw, Treffpunkt war dann für den anstehen «Omnia» Nachtclub Besuch. Ein Club, wie sollte es anders sein, war in einem Hotel samt Casino. Der Club schien auch ebenfalls etwas gehobener zu sein. Der Eintritt soll dort als Privatperson angeblich 100$ kosten, nicht aber für uns als gruppe – er war «kostenlos». Nachdem ich mal kurz den «Restroom» aufsuchte, in welchem ebenfalls spezielles Personal jegliche Wünsche erfüllte, Handtuch reichen, Parfum usw. (wow!) verlor ich die Gruppe. Alles Suchen half nichts und ich merkte, dass wir absolut keinen Treffpunkt vereinbart hatten oder ich habe ihn schlichtweg überhört. Wie dem auch sei. Nach zwei Stunden habe ich auch das alles gesehen und langsam genug.
Die Leute, mit denen man dort ins Gespräch kam waren stets beeindruckt wenn sie von mir erfuhren, dass ich aus der Schweiz komme. Einer meinte, er sei aus L.A. und ich bekundete direkt meine Begeisterung für L.A., was ihm wiederum schmeichelte und erstaunte. Es sind Bekanntschaften, wie man sie in der Schweiz vergeblich sucht oder mir bisher in den Clubs und Bars von Zürich und Luzern entgangen sind.

 

Wow, Downtown ist ein echter Traum!

Ein eindrücklicher Spaziergang durch Vegas

Ich trat aus dem Club. Vielleicht finde ich draussen im Casino jemand aus der Gruppe, vergeblich. Also schaute ich auf dem Smartphone, wie weit es zu Fuss zum Luxor Hotel sei. 40 Minuten durch das Herz von Las Vegas. Was spricht also gegen einen schönen warmen Abendspaziergang diese verrückte City? Nichts! Also machte ich mich auf den Weg. Las Vegas schläft nie und so waren haufenweise Leute auf der Strasse und diverse Geschäfte geöffnet. Ich holte mir noch einen kleinen Imbiss für unterwegs. Selbst ohne «Sygic» hätte ich das Hotel «Luxor» gefunden. Der Lichtstrahl der Pyramide war schon von weiter Entfernung klar sichtbar. Der Anblick der schwarzen Pyramide mit dem Lichtstrahl war in der Nacht aus der Nähe sehr eindrücklich. Ich machte ein paar Fotos und trat anschliessend ins Hotel, wo ich dann mein Zimmer aufsuchte. So nebenbei: Man hat im Innern der Pyramide nicht bemerkt, ob jetzt Tag oder Nacht wäre. Es waren extrem viel Leute noch unterwegs und die Stimmung kochte.
Ich begab mich ins Zimmer und stellte fest, dass die Party im «Omnia» wohl noch in vollem Gange war, denn die Zimmerkollegen waren noch nicht anwesend. Ich hatte meinen Spass durch den eindrücklichen Spaziergang und schlief frisch geduscht und mit einem Lächeln im Gesicht glücklich ein.

Zu guter letzt natürlich Teil 2 unseres Lied-Trios:

Bilder:

 

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