Tag 50 – Wir unterrichten uns selbst

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Ja, der 20 Juli ist für mich und viele viele andere Musikfans nicht ganz ohne. Ich hatte ja nie gedacht, dass der Tod einer Person, die ich im Grunde überhaupt nicht kenne, mich nachdenklich stimmen kann. Ich mag mich nur zu gut an den 20.7.2017 erinnern, als ich Morgens erwachte und den neuen Clip von Linkin Park auf Youtube ansah. Nichts ahnend, dass ich am Abend vom Tod (Suizid) des Frontsänger Chester Bennington lesen muss. Linkin Park ist eine Band, deren Lieder ich tausende Male gehört habe und verdammt, es nie geschafft habe live zu sehen. Im Auto, beim Sport, bei der Arbeit oder in Zeiten, in denen ich mich schei**e fühlte – Linkin Park begleitete mich in vielen Situationen. Welch unglaublicher Verlust für die Musikwelt und ein Tod, der damit auch an mir nicht so leicht vorbei ging. So viel zur Einleitung zu diesem Tag, fangen wir an.

Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk

Ich hatte heute wieder zur frühen Stunde Unterricht, also um 8:45 a.m. Also stand ich wie so oft kurz nach 7:00 a.m. auf, zog mich an und ging zu Sultan. Er betreibt einen kleinen Store direkt neben dem Hub. Dort hole ich immer mein Frühstück. Er begrüsste mich direkt auch mit einem freundlichen «Hello Mike». Er versteht es, Kunden mit Sympathie für sich zu gewinnen. Dann lief ich zur Schule und traf wie immer genug früh in der Schule ein.

 

Unterrichten in eigener Sache

Die Klasse war heute wieder kleiner als sonst, da einige mit EF (also der «EF Aktivität») nach Los Angeles fuhren. Richard begrüsste uns und eröffnete den Unterricht damit, dass er uns nach unseren Wochenendpläne fragte. Im Anschluss gab es dann den berüchtigten Vokabular-Test. Für die Schnellen gab es wieder ein Blatt mit Präpositionen. Dieses füllten am Ende jedoch dann alle aus und wir besprachen es direkt im Anschluss. Es ging weiter mit der Grammatikstunden, die wir selbst unseren Klassenkameraden gaben. Ich machte mit meinem Kollegen mit dem Thema «Gerund» den Anfang. Die Klasse machte eifrig mit und schien Gefallen daran zu haben. Insgesamt kann man sagen, war der Aufbau bei allen gleich:
  • Jede Gruppe nahm sich 5 – 10 Minuten Zeit, in welcher sie einen Theorieblock hielt
  • Es wurde ein Blatt mit 10 Übungen verteilt, die wir dann wiederum direkt lösten und in der Klasse besprachen. Richard versicherte uns mit einem Augenzwinkern, dass jeder am Ende über sein Thema zukünftig bestens Bescheid wissen wird.
Tatsächlich füllte dies die ganze Unterrichtszeit bei Richard. Das heisst im Umkehrschluss, dass es kein Friday-Fun Video gab. Dafür gab es einen Ausblick auf die kommende Woche. Das wird eine «harte» Woche, meinte Richard, denn es steht unter anderem ein Level-Up Test bevor, neue Wörter und einige… nennen wir es Spiele, die aber natürlich am Ende uns im Wettbewerb eben spielerisch gegenüberstellte. Ich bin gespannt, wie die Woche für mich noch genau aussehen wird. Denn die kommende Woche Schulwoche wird zugleich meine Letzte sein.

 

Ich sag’s ja, die spinnen hier auf „Powerade“ und Co.

Amerikanische Universitäten und College

Der Unterricht bei Richard war zu Ende und es gab wieder einen Block bei Marisol zu «Listening». Jedoch gab es heute eine Stellvertretung und zwar sprang Nicholas ein. Ich würde ihn auf 35 – 40 schätzen, ein ziemlich aufgestellter Typ. Er sagte, das heutige Thema welches wir anschauen sind die «Universitäten in Amerika». Also alles was mit Studieren und College in den USA zu tun hat bzw. wir Europäer nur zu gut aus zahlreichen Hollywood Filmen zu kennen glauben. Er eröffnete den Unterrichtsblock mit einer Runde «Kahoot» und, wie könnte es anders sein, dem Thema «Universitäten in Amerika». Da sich jeder Teilnehmer anmelden konnten, nahmen gut 40 Leute an der Partie teil, wobei einige davon sich auch in Teams zusammenschlossen. Ich muss sagen, dass ich von den rund 14 Fragen keine so wirklich wusste und jeweils raten musste (ein Multiple Choice Verfahren mit 4 Optionen) immerhin lag ich zweimal richtig. Der Unterricht empfand ich eher als langweilig bis mühsam, da ich mich zugegeben, null für diese Thema interessiere. Auch was das Studieren in der Schweiz angeht, fühle ich mich 0 angesprochen. Versteht mich nicht falsch. Das heisst nicht, dass man nicht stetig lernen soll um zu wachsen. Aber dafür muss ich in der heutigen Zeit keine Schule mehr besuchen. Ich war dann insofern froh, als der Unterricht zu Ende war. Allerdings kann ich auch zugeben, dass er trotz des für mich nicht ansprechenden Themas, von Nicholas durchaus gut gestaltet und durchgeführt wurde.

 

Die dummen Kopfschmerzen

Ich lief dann mit meiner Klicke, also den Kollegen aus Frankreich zurück zum Hub. Unterwegs meldeten sich so langsam wieder meine Kopfschmerzen, welche mich dann im Hub bzw. meinem Zimmer aufs Bett zwangen. Ich gehe nach wie vor von irgendeiner tieferen Verspannung aus. Ich lag dann eine ganze Zeit auf dem Bett. Wenn ich ruhig liege und den Hals mehr oder weniger stabilisiere (nicht gross bewege) klingen die Schmerzen ab.

Adam kam dann auch von der Schule und wir redeten ein wenig über den Tag. Ich muss zugeben, dass ich den Mittag damit verbrachte, meine Kopfschmerzen zu mildern und mir diverse Youtube Videos über Finanzen und Kryptowährungen ansah – oh und eine Dokumentation über AirBnB. Ein Dienst den ich auch nächsten Monat durchgehend nutzen werde.

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So gegen 5 oder 6:00 p.m. bekam ich dann doch Hunger und ging zum Chipotle, nahe dem Union Square . Dort holte ich mir einen… Burrito – exakt. Das war im Grunde dann auch das einzige Mal, dass ich an diesem Abend das Zimmer verliess, ehe ich mich müde und erschöpft hinlegte.

Den Abschluss dieses Beitrages möchte ich beenden, wie ich ihn begonnen habe. Möge Chester in den Herzen von uns Fans weiterleben ❤️

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