Tag 87 – San Francisco im Revue

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Der Wecker war wieder klassisch auf 9:00 a.m. gestellt. Die Betten waren herrlich, das einzige Manko war, dass die Klimaanlage alle 10 Minuten kurz kühlte, obwohl wir den «Air Conditioner» ausgeschaltet hatten. Wir machten uns fertig und begaben uns aus dem Zimmer. Ich hab das gestern gar nicht erwähnt, aber wir hatten eine gute Stunde Stromausfall – vermutlich im ganzen Viertel. An der Tür war ein Entschuldigungsschreiben und zugleich eine Erklärung, dass es nicht nur das Hotel betraf. Zudem: Die Sicherheit der Kunden stets Priorität Nummer 1 war. Einzig und alleine der Aufzug und einige andere Dinge der Infrastruktur wurden in der Zeit durch einen Notaggregator getragen. Es war witzig, das Geschehen zu beobachten all die Taschenlampen der Smartphones in den Zimmern und Gängen.

Der „Union Square“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert

Ok zurück zu heute. Wir gingen in den «Crêpe» laden am Fisherman’s Wharf. Jener Laden, den ich zur Schulzeit oft am Mittag aufsuchte. Das war nicht das einzige Deja-vu, welches ich heute erlebte. Es liegt zwar nur einen Monat dazwischen, aber ich habe so verdammt viel erlebt. Das wurde mir heute so klar. Da war LA, Hawaii, San Diego und nun wieder hier in San Francisco und selbst in den Städten selber so viele Erlebnisse. Ich möchte es echt nicht missen. Aber ich will nicht das grosse Ende vorgreifen. Nach den Crêpes gingen wir zur «Cable Car», sorry ich meine «World famous Cable Car». Damit fuhren wir direkt zum «Union Square» mit dem Ziel «Market Street». Vorbei an der «Lombard Street» und den vielen schönen Strassen, die ich einst jeden Tag sehen durfte. Wir traffen am «Union Square» ein und machten einen kleinen Umweg zum Hub, meinem alten «Appartement». Immerhin wollte ich meinem Vater so etwas das Feeling näher bringen und zeigen, wo und wie ich die letzten Monate gelebt habe. Es erfüllt mich etwas mit stolz sagen zu können, dass ich zwei Monate in San Francisco bzw. drei Monate in den USA gelebt habe. Ach, ich schweif wieder ab. Ich habe niemandem vor dem Hub gesehen bzw aus meiner alten Klicke. Das kommt noch, wir stehen bereits wieder im Kontakt. Umso erfreulicher war, dass im Shop nebenan Sultan am arbeiten war. Ich ging auf ein kurzes «Hallo» vorbei er freute sich sichtlich. Voller freude spendierte er mir und meinem Vater ein Getränk unserer Wahl. So sind die Leute aus dem Osten, in seinem Fall Jordanien. Gastfreundschaft wird sehr gross geschrieben. Wir haben uns unterhalten, was bei ihm lief und was ich so alles gesehen habe. Am Ende gab es noch ein Abschiedsfoto mit meinem, aber auch seinem Phone – ein schöner Abschied.

Die Polizei ist überall „a jour“

Wir gingen weiter zur «Market Street». Wir machten natürlich auch den einen oder anderen Umweg in ein Geschäft. Wir liefen weiter bis zum «Ferry Building», wo man einen super Blick zur «Bay Bridge» hat. Besonders in der Nacht ein heisser Tipp mit den vielen Lichtern. War es am Morgen noch mega bewölkt und windig, herrschte jetzt Sonnenschein und warme Temperaturen. Das bekannte Wechselwetter von San Francisco. Wir liefen wieder die Pier’s entlang, bis zum Fisherman’s Wharf. Im Grunde hatten wir jetzt bereits eine schöne Runde durch, sagen wir ¼ von San Francisco. Wir liefen weiter zum «Fort Mason» Park. Ein hystoischer Ort wie mein Vater erklärte. Generell ist er sehr von San Francisco angetan, kennt er vieles seit jahrzehnten nur aus Büchern und nun endlich sieht er all dies in echt. Wir liefen weiter den «Marina Blvd» richtung «Golden Gate Bridge». Ja, das sind alles Namen aus alten Beiträgen. Für mich alles sehr vertraulich, als würde ich hier wohnen. Bis zur «Golden Gate Bridge» zieht es sich jedoch unglaublich. Wir drehten eine Runde um den «Palace of fine Arts» und anschliessend dann zurück Richtung Fisherman’s Wharf. Nach diesen weit über 30’000 Schritten meldete sich der Hunger. Wir gingen ins «Capurro’s», ein italienisches Restaurant, wo ich eine Pizza nahm und mein Vater ein «Cesar Salat». Das Lokal war lecker, preislich jedoch Zürich-Verhältnisse.
Als Verdauungsspaziergang liefen wir noch zur «Lombard Street». Sahen wir sie am Morgen nur flüchtig, konnten wir sie nun in alle Ruhe sehen und runter laufen. Ja, für mich nichts Neues, aber für meinen Vater umso mehr. Dann liefen wir zurück ins Hotel, es wurde immer kälter und wir waren auch etwas müde. Er freute sich, hatte er nämlich bei der «Swiss» ein Business-Flug ersteigern können. Die «Swiss» lässt Passagiere für Business bieten, wenn sie freie Sitplätze haben und genau da hatte er Glück. So checkte er an diesem Abend ein und freute sich nochmehr, als er sogar einen einzelstehenden Sitzplatz buchen konnte. So lassen sich 10 Stunden Flugzeit natürlich gut überbrücken. Ich schrieb in der Zeit meinen heutigen Bericht, pflegte und hegte meine anderen Projekte und fand mich dann später ebenfalls im ultra bequemen Doppelbett, im Sheraton Hotel.

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