Tag 21 – Beach Bonfire 🔥

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An diesem Tag hatte ich wieder zwei Schulblöcke, welche allerdings erst um 1:35 p.m. begannen. Somit hatte ich genügend Zeit, morgens wieder ins Gym zu gehen. So ein Training ist ein herrlicher Start in den Tag. Zwar stehe ich jeweils früher auf… gut, was heisst schon «früher», ich stehe hier fast jeden Tag zwischen 6 – 7 a.m. auf (ob der Jetlag noch eine Rolle spielt?). Der Ablauf sieht dann meist so aus: Ich schaue was in meiner Heimat so passiert ist, esse eine Banane und gehe dann ins Gym oder zur Schule. Da ich die letzten Wochen komische Schmerzen im linken Knie hatte (ohne dass ich mir bewusst war, woher die kamen) konnte ich meine Beine nicht wirklich trainieren. Das scheint jetzt jedoch auskuriert zu sein und ich konnte den heutigen Tag zu einem intensiven Legday ausbauen.

Nach einem harten einstündigen Workout ging ich zurück in das Hub, duschte und wusch meine Kleider (kostet übrigens 2$, welche man in 25 Cent bzw. Quarter abbezahlen muss). Die restliche Zeit, bis ich mich auf den Weg machte, verbrachte ich mit wiederholen des Schulstoffes.

Talk about this Movie

In der Schule bekamen wir dann den Test zurück. Die Resultate waren zum Glück durch dass laufende Band gleich, jeder hatte irgendwo seine Stärken und Schwächen und einen Fehlerschnitt von 10-15 Fehlern. Die Stunden waren wieder gespickt mit lustigen Momenten und Übungen, aber dennoch klarer Struktur mit Lerneffekt. Immer wieder bekamen wir Blätter, in welcher wir gewisse «Präpositionen» oder Zeitformen anpassen mussten.

Eine der neuen Übungen sah so aus, dass die Hälfte der Klasse für fünf Minuten aus dem Zimmer trat. Die andere Hälfte schaute einen Clip, in diesem Fall die folgende Szene aus dem Tom Hanks Film: «Der Soldat James Ryan». Nachdem der Clip zu Ende war kam die andere Hälfte zurück in den Raum (ich gehörte dazu) und jeder teilte jemandem aus der anderen Gruppe mit, was passiert ist (also in Zweierteams). Zur Kontrolle mussten wir das Erzählte dem Lehrer wiedergeben, ich hatte einen asiatischen Kollegen. Naja, es ist immer etwas speziell mit den Asiatischen Kollegen. Einige versteht man halbwegs gut, andere sind aufgrund ihres Dialektes bzw. Akzent wirklich schwer zu verstehen. Ich verstand in etwa Folgendes (und das lag hier mal nicht an meinem fehlenden Vokabular):

Es ist eine regnerische Kulisse während des WW2. Ein amerikanischer Sniper Soldat kämpfte gegen einen deutschen Sniper Soldaten (also ein «Nazi») – während sie sich ein Gefecht lieferte, traf der deutsche Sniper den amerikanischen Soldaten oben in der Schulter. Ein paar Szenen später kamen andere amerikanische Soldaten, die ihren verwundeten Kameraden fanden.   

Dann wechselte das Ganze und ich sah folgenden Film bzw. Trailer: Klicke hier. Wir bekamen dann andere Partner. Ich konnte einer Kollegin aus Kanada folgendes erzählen:

Der Film besteht aus drei Szenen. Szene eins zeigt zwei betrunkene Teenies einer Hausparty. Sie beginnt den Jungen auszuziehen, während sie sich selber beginnt auszuziehen und zu tanzen. Sie küsst ihn anschliessend.
Szene zwei ist kurz, sie zeigt ein Girl, welche offensichtlich gerade einen Jungen anmacht.
Szene drei zeigt so eher den «Fat-Guy» der ebenfalls betrunken ist, jedoch eine küsst die nicht betrunken ist. Sie stosst ihn zurück und es entsteht eine kurze Diskussion in welcher der Typ verwundert ist, dass sie nicht betrunken ist.

San Francisco Ocean Beach
Am Ocean Beach trafen sich auch diesen Abend viele Leute um gemeinsam ein „Bonfire“ zu geniessen.

Damit Datest du mit Erfolg

Es ging wieder zurück an den Platz und es folgten noch weitere Übungen. Ich möchte hier noch die letzte Übung erwähnen da Richard meinte: Er hilft uns jetzt, dass wir bei Dates mehr Erfolge haben. Natürlich meinte er das mit einem gewissen Humor. Wir bekamen eine Kopie aus einem Sachbuch oder Fachzeitschrift. Es wurde ein Spezialist für Körpersprachen zitiert der z.B. sagte (ich fasse mich kurz):

  • Wenn du eine Party betrittst, gehe langsam und schau den Leuten in die Auge, lächle, halte den Kopf hoch, Brust raus.
  • Ein guter Eisbrecher ist es, wenn man jemandem Essen reicht.
  • Trenne dich hin und wieder von den Freunden (damit du nicht immer im gleichen Teich schwimmst).
  • Sprich auch mal mit dem «Mauerblümchen» (wortwörtlich: «Wallflower»)
  • Halte einen Satz bereit, mit welchem du dich aus unangenehmen Gesprächen ziehen kannst (ich muss aufs Klo, ich schau mal wo es was zu Essen gibt, etc.).

Wir diskutierten dann in einer kleinen Gruppe diese Tipps und Tricks und teilten den Kollegen mit, ob diese schon erfolgreich angewandt wurden. Wir bestimmten dann, welche zwei die besten und welche zwei die «schlechtesten» Tipps und Tricks sind. Am Ende beantwortete jeder stellvertretend für sein Team welche dieser Tricks gewählt wurden und warum. Bei unserem Team übernahm ich die Rolle.

Amerikanisches Beach Bonfire

Die Stunde war um und wir gingen kurz etwas essen. An diesem Abend stand noch eine «EF-Aktivität» an, an welcher ich unbedingt wieder teilnehmen wollte. Es war das «Beach Bonfire» am «Ocean Beach». Das Treffen dort war um 7:00  angesetzt. Mit dem Bus hat man bis zu dem besagten Strand von der Schule aus eine gute Stunde und müsste etwa drei Mal umsteigen. Zu mühsam befanden Leandro und ich, worauf wir uns ein «Uber»-Taxi nahme.

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Für Die Fahrt zum „Ocean Beach“ bezahlten wir total etwa 12$ (sprich 6$ pro Person) und waren innerhalb 20 Minuten dort. Es war ein wunderschöner Strand und mit einigen Feuerstellen, zu welcher man sich jeweils gesellen kann. Wir von «EF» hatten natürlich eine für uns beschlagnahmt. Der Strand gab mir erneut ein ganz neues Urlaubsgefühl. Aber auch dort war es stark windig. Es gab dann Hot-Dogs und Spencer, der in den meisten Fällen diese Aktivitäten leitete, zeigte uns mit grösster Begeisterung, wie man «S’More» macht, ein schmelzender Marshmallow mit Schokolade und Crackern. Der schmeckte wirklich hammer-mässig.

Während wir assen, konnten wir dem Sonnenuntergang entgegen sehen. Es ist einfach jedes Mal speziell, am grossen Teich zu sehen, wie die Sonne sich für den Rest des Tages verabschiedet. Wir assen und unterhielten uns. Immerhin war es mal wieder kurz vor Freitag und das bedeutet, dass einige unserer Kollegen uns am Freitag bzw Wochenende verlassen. Dieses Mal trifft es Leute, mit denen ich schon zu Beginn an eine gute Beziehung hatte. Zum Glück ermöglichen Facebook und Instagram wie nie zuvor, in Kontakt zu bleiben. Auch Leandro bleibt mir zum Glück noch eine Woche erhalten.

Um gut 10:00 p.m. machte ich mich mit dem grossen und mächtigen «King-Kong» auf den Rückweg. Nein, gross und mächtig ist nur der Name, aber er ist absolut ok, ich mag ihn. Wir nahmen das Tram und mussten bei der Market-Street aussteigen, wo wir dann noch 10 Minuten Fussweg hatten. Leider sah ich da die Schattenseite… überall lungerten dubiose Gruppen und Gestalten und vermutlich so ziemlich alles an Obdachlosen, was San Francisco hergab. Mir war absolut nicht wohl und auch «King-Kong» konnte sich vermutlich bessere Situationen vorstellen. Wir liefen grösstenteils dicht an den Autos auf der Strassenseite und ignorierten so ziemlich alles und jeden, bis wir dann unversehrt ankamen. Vielleicht waren meine «Sorgen» grundlos. Aber Vorsicht ist in solchen Situationen allemal besser und vernünftiger.

In meinem Zimmer angekommen checkte ich meine Mails und liess mich dann eine Stunde später zu Bett.

Bilder:

 

 

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