Tag 39 – Start der neuen Woche, etwas angeschlagen

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Da war er also, ein neuer Morgen, ein neuer Montag, eine neue Chance und ich… ich fühle eine leichte Erkältung in mir, mal wieder. Die Zweite während meines Aufenthaltes. Die erste konnte ich innert wenigen Tagen bändigen, ob ich hier auch wieder genug Glück habe? Ich kann Leuten, welche den Anflug einer Krankheit verspüren nur dringlichst raten, im nächsten Supplement Store oder Apotheke (da wird es in der Regel teurer sein) eine Packung Zink zu holen und die Dosierung etwas hoch fahren. Es hilft den Krankheitsverlauf wesentlich zu beschleunigen oder besser gesagt zu verkürzen. Gleichzeitig stärkt man das Immunsystem an Tagen, in welchen man nicht krank ist oder sich zumindest nicht so fühlt. Ich tue das Selbe hier in San Francisco. Zwar habe ich seit ich hier bin, keinen einzigen Regentag gesehen. Aber die Sonne und dann der plötzlich auftretende Wind, machen das hier selbst für mein Immunsystem (und ich bin selten krank, zumindest in der Schweiz) schwer zu schaffen.

San francisco Pyramide
Jedes Mal einen Blickfang wert. Im Hintergrund die „Transamerica Pyramid“

Der gewohnte Montag

Wie dem auch sei, ich stand morgens um 7:00 a.m., auf zog mich an und lief dann zur Schule. Mein Mitbewohner Adam hat zwar um dieselbe Uhrzeit Schule, plant sich scheinbar aber wesentlich weniger Zeit ein.

Bei Sultan, dem Shop an der Ecke holte ich mir wieder einen Proteinshake und zwei Bananen und genoss meinen Morgenspaziergang zur Schule, mit Blick aufs Meer – herrlich, ich liebe es. Die Stunde begann wie gewohnt bei Richard. Allerdings war die Klasse stark reduziert. Entweder sind einige wieder abgereist oder stiegen auf. Kommt man neu in eine EF-Klasse ist es scheinbar nicht selten, dass man nach 2 – 3 Wochen bezüglich Sprachniveau Level korrigiert wird, ohne entsprechenden Level-Up Test. So war das auch bei mir. Nun denn, mit weniger Schülern profitieren wir alle wiederum mehr. Richard teilte und wieder in Dreiergruppen und wir besprachen folgende Themen:

  • Wie war dein Wochenende?
  • Was magst du an San Francisco, was nicht?
  • Was ist das Erste was du machst, wenn du Zuhause bist?

Ausblick auf die Woche

Nach ca. 15 Minuten ging es wieder zurück an unsere Plätze und Richard verteilte uns ein Blatt, in welchem typische grammatikalische Fehler der Prüfung vom letzten Freitag gelistet waren. Wir musste die Sätze entsprechend korrigieren und schauten diese dann gemeinsam an. Im Anschluss wurden die Tests verteilt. Naja, bis auf die Tatsache, dass auch mir hier grammatikalische Unsauberkeiten passiert sind, war der Test gut und ich hatte die benötigten Punkte soweit. Richard gab einen Ausblick auf die kommenden Tage und Wochen. So werden wir diese Woche ein Thema der Klasse vortragen. Ein Level-Up Test machen und eine kleine Lektion vorbereiten müssen, die wir dann ebenfalls der Schule vortragen. Das dürfte ja alles recht «lustig» werden. Natürlich verteilte er uns auch heute wieder neue Wörter und zwar sind es diese Woche folgende:

Er erklärte sie wieder und schrieb eifrig Beispiele an dass Whiteboard, welche wir in unsere Hefter übernahmen. Immerhin sind es genau solche Sätze, die er am Freitag von uns wieder sehen möchte. Nach den neuen Wörter besprachen wir noch einige typische Verben. Bei diesem mehrseitigen Blatt arbeiten wir uns inzwischen täglich Stück für Stück fort. Nach den Verben bekamen wir weitere Übungsblätter zur Grammatik. Eigentlich sollte man meinen, bei solch vielen Übungsblätter sind wir alle inzwischen Profis, aber so ist dem nicht. Bevor die Lektionen von Richard zu Ende waren, zeigte er uns bereits die Themenauswahl der Woche bzw. wir der Klasse dann Vortragen können.

Neue Themen für den Vortrag

Die definitive Auswahl der Themen findet erst morgen statt und ein Thema pro Schüler. Dafür gab es eine ganze Palette an Themen, im Grunde alles zur US-Kultur. Das geht über Popstars, zu politischen Personen bis zu Sportereignisse und endet mit den grossen Konzernen wie «Apple», «Google», «Amazon» und «Facebook». Ich liebäugle ja direkt mit «Apple», da ich hier lustige Facts hätte und den Vortrag durchaus interessant gestalten könnte, ohne trocken einfach nur die Geschichte runter zu quasseln. Schauen wir was der morgige Tag diesbezüglich bringt.

San Francisco Union Square
Blick auf den „Union Square“. Direkt hinter mir ist der „Apple Store“

Lara is back

Anschliessend folgte eine weitere Lektion bei Lara, die zurück aus ihrem Urlaub war. Zur Erinnerung, sie unterrichtet «Pronunciation & Vocabulary Skills». Wir setzten uns auch hier wieder in die «Speed-Dating»-Formation wie ich sie inzwischen nenne und bekamen Themen. Natürlich lässt sie uns immer offen, wenn uns das Thema nicht gefällt, können wir ein anderes besprechen, Hauptsache wir sprechen Englisch. Es gab anschliessend noch ein Übungsblatt, in welchem wir via Multiple Choice die richtige Antwort bestimmen mussten und dann war der Unterricht eigentlich auch bereits wieder zu Ende.

Die Zeit vergeht wie im Flug

Ich ging etwas essen und anschliessend wieder zurück zur Schule, setzte mich in ein freies Klassenzimmer, wo bereits auch andere die Zeit etwas vertrieben (grösstenteils mit Lernen). Dort machte ich meine Hausaufgaben und nebenbei noch ein-zwei Dinge an meinem Mac, den ich dabei hatte. Ich schreckte auf, da um 6:00 p.m. bereits die Schule schloss und ich total die Zeit ausser Acht gelassen hatte. Ich lief zurück zum Hub, machte jedoch einen Umweg über Chinatown. Mir war irgendwie danach, auch wenn man nochmal gut 30 Minuten länger hat. Es ist dafür nicht so ein wildes Auf- und Ab der Strassen, wie beim direkten Weg Schule – Hub.

Im Hub unterhielt ich mich noch ein wenig mit Adam, zeigte ihm wie das hier mit der Wäsche funktioniert und legte mich dann am späten Abend hin und schlief ein.

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