Tag 41 – Guess Who

0
1276
Naja, mit dem Husten sah es diesen Morgen noch nicht besser aus. Über Nacht hat sich die Nase etwas geschlossen, das wiederum zwang mich durch den Mund zu atmen, sodass ich morgens einen trockenen Hals und Reizhusten hatte, welch ein Teufelskreis! Sobald ich mich etwas bewegte, etwas trank und ass ging es merklich besser. Bis zum Wochenende will ich das zum Grossteil ausgestanden haben, denn dann gibt’s das nächste grosse Highlight für euch zu lesen.

Mit Richard am Tisch

Ich stand also um 7:00 a.m. auf, zog mich wenig später auf und lief wie gewohnt zur Schule. Es standen heute wieder zwei Blöcke bei Richard an. Der erste Block war gänzlich «normal» nebst den üblichen Verben. Vor einigen Tagen haben wie zwei Berichte geschrieben. Der eine Block war zu «Was wir am Wochenende gemacht haben», ihr erinnert euch bestimmt, der Andere war etwas später über eine Person, die einen beeindruckt oder quasi ein Vorbild sei. Ich wählte «Bodo Schäfer», da dessen Buch «Die Gesetze der Gewinner» mich aktuell sehr prägt. Richard bestellte einen Schüler nach dem anderen in sein «Büro» wobei sein «Büro» einfach ein Stuhl neben seinem Tisch im Klassenzimmer war. Ich war gleich zu Beginn dran. Er meinte, gute Sätze/Wörter, wenn auch einige typische Fehler, die auf meinem Level B2 normal seien. Es sind oft Zeitfehler oder so verwende ich «many» statt «a lot of…». Er meinte im Grunde sollte das Aufsteigen in das nächste Level kein Problem sein, allerdings dürfte das in den kommenden drei Wochen, die ich noch dort bin etwas knapp werden.

Die Smartphone-Sucht

Währenddessen lasen lassen die anderen Schüler einen längeren Bericht über die Smartphone-Sucht der Jugend. Am Ende lautete die Aufgabe, dass wir unsere Gedanken dazu aufschreiben. Als er mit den meisten gesprochen hatte (der Rest kommt morgen) fragte er ein paar von uns nach unserer Meinung und Gedankengänge dazu, wieder kam ich als Erstes dran. Ich sagte, dass ich es als grosses Problem sehe. Die Menschen dienen inzwischen dem Smartphone, dabei sollte es doch umgekehrt sein.

Mögliche Prognosen der Kontrolle

Ich fürchte, das nächste Level könnte die Brille sein (wobei die «Google Glasses» zum Glück nicht so einen Hype hatte, wie ich erst befürchtete). Diese würde dann wohl alles aufzeichnen und die Winkel erreichen, die dem Smartphone aktuell noch geheim blieben. Vielleicht ist das nächste Level dann der RFID-Chip unter der Haut, der beispielsweise sämtliche Gesundheitsdaten ausliest und an Versicherungen oder Regierung leitet. Dann haben wir noch die VR-Brillen, das Tor zu virtuellen Welten. In diese werden die Leute flüchten, die hier nichts auf die Reihe kriegen oder irgendwelche grössere Probleme im Leben haben. Dies ist schon jetzt vermutlich der Fall, wenn man deren Spielzeit in «World of Wacrcraft (WoW)» und anderen Spielen anschaut. Hierbei sei gesagt, ich habe nichts gegen Videospiele(r), aber bei manchen ist das Mass schon so weit überschritten, dass es meiner Meinung nach nicht mehr viel mit einem Hobby zu tun hat.

Das Ratespiel auf dem iPad

Wir wechselten den Raum und bekamen wieder iPads. Richard hatte sich ein cooles Spiel ausgedacht. Wir notierten uns 5 Fragen zu Personen und die Person gegenüber musste raten, welche es ist. Dabei ist es so, dass Frage eins recht offen ist, zum Beispiel: «Die Person ist in Amerika geboren» und dann von Frage zu Frage spezifischer ist. Es kann sich dabei au um eine fiktive Person handeln. So ähnlich funktioniert auch die App «Akinator», Ich wählte:
Am Ende gingen wir wieder in unser «normales» Klassenzimmer, wo Richard bereits zwei Reihen an Stühlen gegenüber positioniert hat, so dass wir uns gegenseitig ausfragen und von Stuhl zu Stuhl rutschen konnten. Das hat im Grossen und Ganzen sehr viel Spass gemacht und ist eine sehr gute Übung um sein Englisch zu verbessern.

Täglich grüssen die Kopfschmerzen

Der Unterricht bei Richard war zu Ende und es kam der letzte Unterrichtsblock bei Lara. Dort kamen auch wieder meine Kopfschmerzen, welche eindeutig vom linken Hals-Muskelstrang kamen. Nein, das hat sicherlich nichts mit Lara zu tun. Die Schmerzen kommen und gehen seit einigen Tagen mehrmals täglich. Das hatte ich vorher noch nie und ist äusserst mühsam. Zum Glück war die ganze Stunde eigentlich nur in der «Speed-Dating» Formation und das so, dass ich mich nie bewegen musste. Ich versuchte also ständig diesen Muskel zu massieren und die Schmerzen so zu lindern. Es half jedoch alles nichts. Die Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen waren gut. Oft wichen wir von den Themen ab, die uns vorgeschlagen wurden, da diese für uns einfach zu langweilig waren.

Interessante Gespräche mit einem Musiker

Das beste Gespräch war mit einem älteren Kollegen, mit dem ich schon länger die Schule besuchte. Er sagt mir, er verdiene mit Musik sein Geld, was ich sehr cool fand. Ich wiederum sagte ihm, er soll unbedingt seine Musik auf Spotify und Co. stellen. Das habe er bereits und die seien ziemlich mies. Weiter erzählte ich auch, er solle doch einfache Tutorial Videos anbieten und ein kostenpflichtiges Programm bzw. Videoschulungen, wie man Gitarrenspielen lernt. Das lässt sich skalieren und so schafft man es, Geld zu verdienen ohne direkt dafür arbeiten und damit Zeit gegen Geld eintauschen zu müssen. Ich denke, dieser Gedanke wird in ihm nun wachsen und gedeihen. Man sollte sein Einkommen vor allem als Selbstständiger auf verschiedene Stützen verteilen, so stürzt nicht gleich das Haus ein, wenn ein Stützbalken einbricht.

Unbedingt die Crêpes kosten, die schmecken super
Der Unterricht war dann zu Ende, meine Kopfschmerzen jedoch nicht. So lange hielten die sich nie oder es war mit in dem Moment nicht bewusst. Ich traf mich mit meinen Kollegen und wir gingen erneut zu dem «The Crêpe Café» am Fisherman’s Wharf. Dies war mir recht, denn der ist wirklich sehr lecker, auch wenn ich noch Pommes dazu bestellen muss, weil man sonst einfach nicht satt wird. Nachdem wir gegessen hatten, trennten sich unsere Wege. Ich lief mit meinem Kollegen aus Frankreich zurück zum Hub. Im Hub legte ich mich hin. Zwar hatten sich die Kopfschmerzen in der Zwischenzeit etwas gelegt. Aber ich dachte etwas zu Schlafen würde allgemein den Genesungszustand meiner aktuellen «Baustellen» beschleunigen und zugute kommen. Es waren bestimmt 2 – 3 Stunden die ich schlief.

Englisch lernen mit dem Internet

Als ich wieder wach wurde, setzte ich mich an mein Laptop und entschloss mich, wieder mal ein paar online Lektionen im EF-Portal zu absolvieren. Die sind zwar grösstenteils gut aufgebaut, sehe aber dennoch nicht den Benefit oder grossen Lerneffekt dahinter. Sie sind für mich einfach mehr Beschäftigungstherapie und motivieren mich nicht wirklich, dass ich da jetzt eine nach der anderen durcharbeiten möchte. Es frustriert mehr wenn ich weiss, dass ich für eine Lektion gut eine Stunde habe und über 60 dieser Dinger auf mich warten. Immerhin kann man nach Abschluss der Sprachschule 3 Monate weiter dort zugreifen, jedoch machen Übungen wie sie zum Beispiel auf «Babbel» sind wesentlich mehr Spass und animieren viel mehr. Wer «Babbel» testen möchte kann das über diesen Link eine Woche lang kostenlos. Auch für Leute geeignet, die überhaupt kein Englisch können! Mit Babbel lassen sich selbstverständlich mehrere Fragen von Grund auf erlernen.
Viel mehr passierte an diesem Tag nicht mehr. Ich unterhielt mich mit Adam und schaute ein paar Youtube-Clips. So legte mich gegen 11:00 p.m. zu Bett, weil ich den langsamen Anflug meiner Kopfschmerzen wieder verspürte (goddamn).
Rating: 5.0/5. From 4 votes.
Please wait...

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here